Misshandlung

Der Begriff der Misshandlung wird an vielen Stellen des StGB verwendet.

So nennen z.B. §§ 223, 176a und 343 StGB als Tathandlung eine körperliche Misshandlung. Eine körperliche Misshandlung ist jede üble, unangemessene Behandlung, die das körperliche Wohlbefinden oder die körperliche Unversehrtheit mehr als nur unerheblich beeinträchtigt, so z.B. ein Faustschlag ins Gesicht. Im Falle des § 176a Abs. 4 StGB, also einem schweren sexuellen Missbrauch (siehe Missbrauch, Sexueller Missbrauch) von Kindern, liegt sogar eine schwere körperliche Misshandlung vor, was dann der Fall ist, wenn das körperliche Wohlbefinden oder die körperliche Unversehrtheit schwerwiegend beeinträchtigt worden sind, so z.B. bei starken Schmerzen, die durch heftige Schläge ausgelöst wurden.

§ 225 Abs. 1 StGB nennt außerdem den Begriff der rohen Misshandlung. Nach dieser Vorschrift wird mit Freiheitsstrafe (siehe Freiheitsstrafe) von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft, wer einen Schutzbefohlenen (siehe Schutzbefohlene) roh misshandelt. Ein rohes Misshandeln setzt neben einer körperlichen Misshandlung eine gefühllose, fremde Leiden missachtende Gesinnung voraus, so z.B. das Schlagen mit einer Peitsche, das Striemen und Narben hinterlässt.

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