Tätige Reue

Tätige Reue ist ein Strafaufhebungs- oder Strafmilderungsgrund. Sie setzt voraus, dass der Täter nach Beginn der Tatausführung von seiner Tat wieder Abstand nehmen möchte.

Befindet sich die Tat noch im Versuchsstadium (siehe Versuch), eröffnet § 24 StGB die Möglichkeit eines strafbefreienden Rücktritts vom Versuch.

Bei bereits vollendeten Delikten ist eine Strafbefreiung grundsätzlich nicht mehr möglich. Einige Delikte sehen jedoch die Möglichkeit der tätigen Reue vor, durch welche die Strafe aufgehoben wird oder von einer Bestrafung abgesehen bzw. die Strafe zumindest gemildert wird. So ist beispielsweise bei der Brandstiftung, der Geldfälschung (siehe Geldfälschung), beim Kapitalanlagebetrug (siehe Kapitalanlagebetrug) sowie beim Kreditbetrug (siehe Kreditbetrug), bei der Bildung krimineller Vereinigungen (siehe kriminelle Vereinigung) und bei einigen Umweltstraftaten (siehe Umweltstraften) tätige Reue möglich.

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