Rausch

Ein Rausch ist ein durch Alkohol und/oder andere berauschende Mittel verursachter erheblicher akuter Intoxikationszustand, der die Einsichts- und Steuerungsfähigkeit zumindest erheblich vermindert.

Wird eine Straftat in einem starken Rauschzustand begangen, kann es vorkommen, dass der Täter gar nicht mehr in der Lage ist, das Unrecht seiner Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln. In einem solchen Fall ist der Täter schuldunfähig (siehe Schuldunfähigkeit) im Sinne des § 20 StGB, weshalb er wegen der im Rausch begangenen Tat nicht bestraft werden kann.

Damit eine Bestrafung dennoch möglich ist, enthält § 323a StGB einen Straftatbestand mit Auffangfunktion. Nach dieser Vorschrift wird mit Freiheitsstrafe (siehe Freiheitsstrafe) bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe (siehe Geldstrafe) bestraft, wer sich vorsätzlich (siehe Vorsatz) oder fahrlässig (siehe Fahrlässigkeit) durch alkoholische Getränke oder andere berauschende Mittel in einen Rausch versetzt und er in diesem Zustand eine rechtswidrige Tat begeht und ihretwegen nicht bestraft werden kann, weil er infolge des Rausches schuldunfähig war oder weil dies nicht auszuschließen ist.

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