Pornographische Schriften

§ 184 StGB stellt die Verbreitung von pornographischen Schriften unter bestimmten Umständen unter Strafe. Sie wird durch Freiheitsstrafe (siehe Freiheitsstrafe) bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe (siehe Geldstrafe) geahndet.

Durch den Verweis auf § 11 Abs. 3 StGB sind nicht nur Schriften von der Norm erfasst, sondern auch Ton- und Bildträger, Abbildungen oder Darstellungen sowie Datenspeicher. Pornographisch sind Schriften, wenn sie nach ihrem objektiven Gehalt zum Ausdruck bringen, dass sie ausschließlich oder überwiegend auf die Erregung eines sexuellen Reizes bei den Betrachtern abzielen und eindeutig die Grenzen allgemein anerkannten sexuellen Anstandes überschreiten.

Die Vorschrift dient in erster Linie dem Jugendschutz. Darüber hinaus soll die Vorschrift vor der unerwünschten Konfrontation mit Pornographie schützen.

§ 184a StGB stellt die Verbreitung von gewalt- und tierpornographischen Schriften unter Strafe. §§ 184b, c StGB verbieten die Verbreitung, den Erwerb und den Besitz von kinder- und jugendpornographischer Schriften. § 184d StGB untersagt die Verbreitung pornographischer Darbietungen durch Rundfunk, Medien- oder Telefondienste.

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