Daten / Datenverarbeitung

Der Begriff der Daten bzw. Datenverarbeitung wird an mehreren Stellen des StGB genannt. Jedoch stellen nicht alle Delikte auf denselben Datenbegriff ab.

§ 202a Abs. 2 StGB enthält zwar keine Legaldefinition der Daten, jedoch wird der Begriff der Daten auf solche Daten beschränkt, die elektronisch, magnetisch oder sonst nicht unmittelbar wahrnehmbar gespeichert sind oder übermittelt werden. Einige andere Vorschriften verweisen auf diesen Datenbegriff, so z.B. §§ 274, 303a, 303b StGB.

Auf einen Datenbegriff, der weiter ist als der des § 202a Abs. 2 StGB, wird hingegen beim Computerbetrug (siehe Computerbetrug) abgestellt. Daten im Sinne des § 263a StGB sind alle codierten oder codierbaren Informationen unabhängig von ihrem Verarbeitungsgrad, so z.B. Eingabe-, Stamm- und Ausgabedaten. Unter Datenverarbeitung sind elektronische technische Vorgänge zu verstehen, bei denen durch Aufnahme von Daten und ihre Verknüpfung nach Programmen Arbeitsergebnisse erzielt werden.

§ 269 StGB stellt wiederum auf einen anderen Begriff ab. Der Datenbegriff des § 269 StGB ist enger als der des § 263a StGB, da dieser auch Programme als Daten erfasst, jedoch ebenfalls weiter als der des § 202a Abs. 2 StGB. Daten im Sinne des § 269 StGB sind alle codierten oder codierbaren Informationen, die entweder bereits elektronisch, magnetisch oder sonst nicht unmittelbar wahrnehmbar gespeichert sind oder in entsprechender Weise gespeichert werden sollen.

Daten im Sinne des § 268 StGB sind hingegen in erster Linie speicherbare Informationen aller Art, die einer weiteren Verarbeitung in einer Datenverarbeitungsanlage unterliegen. Darüber hinaus sind auch solche Informationen als Daten anzusehen, die einer weiteren Datenverarbeitung nicht mehr bedürfen.

Rechtslexikon

Durchsuchen Sie unser Rechtslexikon nach weiteren Begrifflichkeiten.

Zurück zur Übersicht